2025/2026
ANGELALAND, TD Berlin / Uraufführung
mit einem halbwahren Text über Angela Merkel – Premiere: November 2025
Text und Regie: Juliane Hendes
»In Angelaland von Juliane Hendes (Text) und Romy Rexhäuser (Bühne und Kostüme) versuchte Performerin Jaëla Probst die positiven Energien ostdeutscher Herkunft ausgerechnet bei Angela Merkel zu finden. (…) Merkel wurde denn auch in Abgrenzung zur männlichen Politikergilde aus dem alten Westen vor allem als skurriler Underdog mit brandenburgischer Sturkopfattitüde gezeichnet. Verblüffend war, auf welche Sympathie das im Publikum stieß.«
Tom Mustroph, Theater der Zeit
SPÄTI PARADIES / Uraufführung
Auftragswerk für die Neue Bühne Senftenberg, Premiere: 6. Dezember 2025
Regie: Mirko Böttcher
EINGELADEN ZUM HEIDELBERGER STÜCKEMARKT 2026
»Juliane Hendes entwickelt sich gerade zu einer wichtigen Ost-Stimme der zeitgenössischen Dramatik. Mit ihrem Stück in der Neuen Bühne Senftenberg ist ihr eine Tragikomödie mit Pointen und Tiefgang gelungen.«
Georg Kasch, Deutschlandfunk Fazit
»Das Bundesfamilien- und Jugendministerium, nein, die komplette Bundesregierung einschließlich der Ostbeauftragten, besser noch der gesamte Bundestag sollten zu einem Besuch der Neuen Bühne Senftenberg verurteilt werden. (…) Die 1987 in Rostock geborene und aufgewachsene Juliane Hendes hat das Milieu hinreißend sympathisch und zugleich ironisch kritisch gezeichnet. Dieser Späti ist ein Spiegelkabinett der ostdeutschen Transformationsgesellschaft.«
Michael Bartsch, nachtkritik
ANFANG kein ENDE / Uraufführung
Auftragswerk für das Theater Lüneburg, Premiere: 13. Februar 2026
Text und Regie: Juliane Hendes
»Die Inszenierung triumphiert mit der Wucht emotionaler Momente und der Glaubwürdigkeit einer abwägenden Aufbereitung des Themas. Die Auseinandersetzung ist tatsächlich ein „Anfang – kein Ende“, das Gestern im Heute zu beleuchten. Das gelingt dem Stück eindrücklicher, als es den ebenso notwendig mahnenden Stelen, Stolpersteinen, Hinweistafeln und Jubiläumsreden möglich ist. Theater funktioniert hier als lebendiger Erinnerungsort: Ein Besuch dieser Inszenierung sollte möglichst viele Lüneburg-Stadtführungen ergänzen.«
Jens Fischer, Theater der Zeit
»Es geschieht selten, dass am Ende eines Theaterabends betretenes Schweigen herrscht. Die lange Stille vor dem Beifall ist neben dem Ausdruck der Betroffenheit zugleich Dank an ein Team, das diesen sehr besonderen Abend auf die Bühne des T.3 bringt. Juliane Hendes findet eine spannende, methodisch variable Form, Geschichte zu erzählen und zu befragen. Nie hektisch, nie banal, nie verwirrend. Dieser Abend schärft das Bewusstsein für Wachsamkeit und dafür, wie wir miteinander leben wollen. Er ist wertvoll auch für diejenigen, die glauben, alles zu wissen, Besserwisser inklusive.«
Hans-Martin Koch, Lüneburger Landesleitung
»Juliane Hendes’ Recherchestück «Anfang – kein Ende» aber ist kein weiterer Puzzlestein in der Erinnerungsarbeit, Hendes untersucht vielmehr als Meta-Gedenken die Erinnerungspraxis in der norddeutschen Kleinstadt. Und findet Erschreckendes: Geschichtsrevisionismus, Opfer-Täter-Umkehr, Relativierungen. Das ist inhaltlich ehrenwert, es zeigt Haltung, und es überrascht mit einem bösen, sarkastischen Unterton. Hendes inszeniert mit Bewusstsein für die Fallstricke des Dokumentartheaters, sie hinterfragt die eigenen Narrative immer wieder und behält im Blick, wer aktuell spricht.«
Es gibt einige beeindruckende Passagen: etwa, wenn Darsteller Jan-Philip Walter Heinzel (sticht im Ensemble deutlich hervor) mit rezitierten Statements von Opfern und Tätern im Gröning-Prozess die Grausamkeit sowie das Leid erfahrbar macht. Bereichernd sind auch die historischen Filmaufnahmen, die auf von der Decke baumelnden weißen Planen projiziert werden
Nicolas Garz, Die Deutsche Bühne
KULTURHAUS, mon AMOUR / Uraufführung
Aufrtragswerk für das Mecklenburgische Staatstheater, Premiere: 17. April 2026
Regie: Jakob Weiss
Vorbericht im Deutschlandfunk Kultur: »Ostdeutsche Heimatgefühle als Komödienstoff: „Kulturhaus, mon amour“«
Jan-Stefan Koslik, Nachtkritik
Til Rohgalf, Theaterkompass MV
Dietrich Pätzold, Ostsee Zeitung
…und was zuletzt geschah:
LIEBE und PLATTENBAUTEN / Uraufführung
Nach Motiven der Kultfilms „Die Legende von Paul und Paula“ von Heiner Carow und Ulrich Plenzdorf – Premiere: 08. März 2025, Landestheater Marburg
- „Es sind die großen Fragen, auf minimalistischer Bühne. Zwei Menschen. Hervorragende Schauspieler*innen noch dazu, die die großen Widersprüche, Aufs und Abs durch die Adoleszenz und gesellschaftlichen Transformationen durchspielen.“
- „Ein nicht zu unterschätzendes Verdienst ist es, in Westdeutschland, am Hessischen Landestheater Marburg die fragilen Facetten, die Suchbewegungen, das Gehen oder Bleiben der Menschen im Transformationsmodus und die Herausforderungen wie Wagnisse bis heute zu zeigen.“
- „Die eineinhalbstündige Inszenierung von Romy Lehmann am Hessischen Landestheater Marburg (HLTM) bietet einigen Unterhaltungswert, erzielt spontane, positive Publikumsreaktionen.“
- „Drehbuchautor Ulrich Plenzdorf sah sie seinerzeit als Stoff, der nicht altert, mit „Themen und Helden, die immer wiederkehren. Bei jeder Generation.“ So funktioniert es auch am Premierensamstag in Marburg. Das Publikum spendet ausführlichen Applaus.“
(Sabine Jackl, Oberhessische Presse)
EIN BILD VON MIR / Uraufführung
Klassenzimmerstück für das Staatstheater Schwerin ab 11 Jahren – Premiere Dezember 2024, mobil buchbar
Abendtermin: 29. April 2025, Bertolt-Brecht-Schule – Tickets hier.
Dezember 2024 bis Mai 2025 feste Dramaturgin am Mecklenburgischen Staatstheater mit Produktionen mit u.a. Milan Peschel und Johannes Schütz.
SCHAF SEHEN. (UA)
Theaterkollektiv Pièrre.Vers – Eine theatrale Verschwörungserzählung. Text von Juliane Hendes – Premiere: 03. Juli 2024, Asphalt Festival
- »Schön entlarvend ist es, wie ernsthaft hier die Anziehungskraft eines Millieus ausgelotet wird, das Deutschland immer mehr spaltet. Und doch stellt sich der Zuschauer immer wieder die Frage: wo liegen die Grenzen? Was kann sich eine Demokratie leisten zuzulassen?« – Deutschlandfunk, Dorothea Marcus, 04. Juli 2024
- »Eine zupackende Inszenierung, selbstironisches Blinzeln und schwarzer Humor inklusive.« – NRZ, Michael-Georg Müller, 04. Juli 2024
- »›Schaf sehen.‹ hat faszinierende Denk- und Fühlansätze und könnte ein Schritt sein, sich offener mit scheinbaren Spinnern zu beschäftigen. Ohne dabei die eigene Haltung zu verlieren.« – Stefan Keim, Theater der Zeit
- »Ein topaktuelles Stück, das zum Nachdenken anregt!« – kultur.nrw
DUNKELDORF (UA)
Ein Stadtspiel. Text von Juliane Hendes nach wahren Begebenheiten in Düsseldorf. – Premiere: 20. Juni 2023, Asphalt Festival Düsseldorf
EINGELADEN ZUM FAVORITEN-FESTIVAL 2024
SHORTLIST THEATERTREFFEN 2024
- „Der Abend bestürzt und bereichert. Erneut beweist er eine gewichtige Dimension und das gewaltige Potential von Theater: Geschichte hautnah heranzuholen, Erinnerungen mit Lebendigkeit zu versehen, deren Halbwertszeit offenbar immer rascher verfällt.“ – nachtkritik.de, Dorothea Marcus, 21.06.2023
- „Dass der Ausgang deprimierend absehbar ist, macht Dunkeldorf nicht weniger relevant, im Gegenteil. Autorin Juliane Hendes und Regisseur Christof Seeger-Zurmühlen gelingt ein vielstimmiges, forderndes Bild der Ereignisse, das pars pro toto für ein Grundproblem der Bundesrepublik stehen kann: für das ewige Unterschätzen, Relativieren, Ignorieren rechten Terrors, Anschlag für Anschlag, Mord für Mord.“ – Theater Heute Nr. 10, Cornelia Fiedler, Oktober 2023
- „Die Texte der Schauspieler hat Juliane Hendes anhand der Gesprächsprotokolle geschrieben. Sie konzentrieren klug die vielen Details, bewahren die Komplexität der Ereignisse und die Belange der Menschen, die in sie hineingeraten sind oder von ihnen überwältigt wurden.“ – Rheinische Post, Sema Kouschkerian, 22.06.2023
»Aus dem Osten, aus dem Sinn.« (UA)
– Ein semiauthentischer realitätsnaher Abend voller Fiktion über das Aufwachsen in einem ostdeutschen Plattenbau Anfang der 90er Jahre – Premiere: 14.04.2023, Landestheater Marburg
GEWINNERSTÜCK DES SZENEPREIS DES MADE-FESTIVALS
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Frei zur Uraufführung: „HEDDA – so gar nicht von Ibsen.“ vertreten durch rua. Kooperative für Text und Regie.
NEWS
»Dunkeldorf« wird vom 16.-25.10.2025 beim 12. Festival Politik im Freien Theater gespielt.
»Dunkeldorf« hat es beim Theatertreffen 2024 auf die Shortlist geschafft.
Seit 2022 wird Juliane Hendes von rua. Kooperative für Text und Regie vertreten.
Auszeichnung mit dem Förderpreis der Stadt Düsseldorf 2021.